Der lange Atem

Der Film beleuchtet die Wiederaufrüstung Deutschlands unter Bundeskanzler Adenauer sowie die antimilitaristische Opposition in den Jahren 1945 bis 1955. Im Mittelpunkt steht dabei Oskar Neumann, der, nachdem er unter der Gewaltherrschaft der Nazis einige Zeit im KZ verbracht hatte, nach dem Krieg Mitbegründer der Gewerkschaften und KPD- Mitglied wurde. Im Jahre 1952 wurde Neumann wegen Hochverrats angeklagt. Als Mitglied des Hauptausschusses für Volksbefragung, in dem sich antimilitaristische Gruppen zusammengeschlossen hatten, wollte er den Willen der Bevölkerung durch Umfragen offenbar machen. Die Mehrheit der Deutschen lehnte die Remilitarisierung ab. Im Rahmen der "Blitzgesetze", die 1951 im Bundestag verabschiedet worden waren, wurde Neumann vorgeworfen, den Zerfall der BRD anzustreben. Der Regisseur verknüpft die persönlichen Erzählungen Neumanns mit der Geschichte der Wiederaufrüstung Deutschlands unter internationalem Einfluß. / Die Aufführung des Films wurde 1981 von der Hochschule für Fernsehen und Film im Einvernehmen mit dem Bayerischen Kultusministerium untersagt. Der Regisseur drehte daraufhin die Eigenproduktion "Der längere Atem", deren Inhalt mit dem ersten Film identisch ist.

Archivnummer HDF005498
weitere Titel:
Filmschaffende
X (Redaktion)
Christoph Boekel (Regisseur/in)
Christoph Boekel (Autor/in)
Gérard Samaan (Kamera)
Klaus Stanjek (Kamera)
Christoph Boekel (Kamera)
Gerhard Metz (Ton)
Beate Rose (Ton)
Christoph Boekel (Cutter/in)
Beate Rose (Cutter/in)
Hochschule für Fernsehen und Film in München (Produktionsleiter/in)
Datierung 1981
Länge 95'14"
Formate
VHS Schwarz/weiß
Farbe Schwarz/weiß
Ton
Kategorien POLITIK UND MILITÄR, GESELLSCHAFT UND SOZIALES
Schlagwörter
Eintragdatum: 14.03.2005
Änderungsdatum: 03.09.2009