Wohin der Wind uns trägt

Shoina ist ein Dorf 60 Kilometer nördlich von Archangelsk, am Rand des Nordpolarmeeres. Sieben bis acht Monate dauern die Winter, die das Dorf in Eis, Schnee und Dunkelheit versinken lassen, in den Sommern bringt ein endloser Wind Massen von Sand, der sich um die Häuser auftürmt. Einst war die Gemeinde ein lebendiges Fischerdorf, das in historischen Dokumentaraufnahmen als stalinistische Mustergemeinde erscheint. Heute aber gleicht der Ort einer Geisterstadt:der Wind fegt den Sand, der viele Häuser schon fast unter sich begraben hat, über die Dünen. Und doch hängen die Bewohner von Shoina an ihrer Heimat. / In atmosphärischen, ebenso schönen wie kargen Bildern erzählt Osipows Dokumentarfilm vom Leben in einem verfallenen, vergessenen "Paradies". Der Film entstand im Sommer und Herbst 1999; im Winter ist das Dorf völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Archivnummer HDF004454
weitere Titel:
Originaltitel: Sanesonnye vetrom
Filmschaffende
Andrej Osipow (Regisseur/in)
I. Uralskaja (Kamera)
Datierung 09.11.2001
Länge 52'00"
Formate
Super VHS Farbig
Farbe Farbig
Ton
Kategorien GESELLSCHAFT UND SOZIALES
Schlagwörter
AVefi PID:
Filmportal ID:
Eintragdatum: 15.11.2001
Änderungsdatum: 15.11.2001