Lehrfilm über die Rekonstruktion von Stasiakten

Im November 1989, nach dem Fall der Mauer, versuchten Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in einer groß angelegten Vernichtungsaktion, so viele Unterlagen wie möglich zu zerstören. Zum Teil wurden diese Unterlagen von Hand zerrissen, in Säcke verstaut und zwischengelagert. / Über 17000 Säcke fanden Bürgerrechtler bei der Besetzung der Stasi-Zentrale in Berlin im Januar 1990. Der Bestand wurde gesichert und 1995 wurde begonnen, einen ersten Teil des zerrissenen Schriftguts zu sichten, zu sortieren und zusammenzufügen. Die rekonstruierten Einzelblätter stehen für die Akteneinsicht betroffener Bürger und für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung. Bei der Gauck-Behörde gehen täglich 400 Anträge auf Einsicht in Stasi-Akten ein. / Der Dokumentarfilm begleitet zwei Mitarbeiter der "Projektgruppe Rekonstruktion" (Teil der Gauck-Behörde), die sackweise die von Hand zerrissenen Stasi-Unterlagen zu neuen Akten zusammenpuzzeln und zusammenkleben.

Archivnummer HDF004861
weitere Titel:
Filmschaffende
Anke Limprecht (Regisseur/in)
Anke Limprecht (Autor/in)
Kai von Westerman (Kamera)
Christian Hennecke (Ton)
Anke Limprecht (Cutter/in)
Köln Kunsthochschule für Medien (Produktionsleiter/in)
Datierung 2000
Länge 11'48"
Formate
VHS Schwarz/weiß
Farbe Schwarz/weiß
Ton
Kategorien GESELLSCHAFT UND SOZIALES, POLITIK UND MILITÄR
Schlagwörter
AVefi PID:
Filmportal ID:
Eintragdatum: 07.01.2003
Änderungsdatum: 08.01.2003