Die Reichskristallnacht

Die Dokumentation rekonstruiert den Ablauf der sogenannten "Reichskristallnacht" im November 1938, ihre Motive und ihre Folgen. Es ging ja nicht um "Sachbestetigung", wie der Name Reichskristallnacht suggeriert, es war ein staatlich organisiertes Pogrom: fast 100 Juden wurden umgebracht, 30 000 kamen ins Konzentrationslager, im ganzen deutschen Reich wurden 191 Synagogen in Brand gesteckt, 56 weiter vollständig demoliert. Die Sachschäden bei annähernd 8 000 zerstörten jüdischen Geschäften beliefen sich auf mehrere hundert Millionen Reichsmark. Die Dokumentation hellt auch die Hintergründe des Attentats an der Deutschen Botschaft in Paris auf: Der Anschlag eines jungen polnischen Juden gegen den Legationssekretär Ernst von Rath hatte den propagandistischen Vorwand für die Aktion gegen die deutschen Juden geliefert. / Augenzeugen, Betroffene und Beteiligte schildern die Vorgänge jener Tage im November 1938 und ihre Vorgeschichte.Bilddokumente aus dem Deutschland der 30er Jahre zeichnen die Eskalation der antisemitischen Hetze und der antijüdischen Unterdrückungsmaßnahmen nach. Dabei wird deutlich, daß der Antisemitismus ein Kernstück der pathologischen Ideologie des Nationalsozialismus bildete.Erstmalig werden in der Dokumentation auch neue Erkenntnisse der zeitgeschichtlichen Forschung vorgestellt, die den Motivhintergrund des Attentäters Herschel Grynszpan weiter aufhellen.(Pr-text)

Archivnummer HDF000717
weitere Titel:
Untertitel: Das Juden-Pogrom 1938
Filmschaffende
Henric L. Wuermeling (Autor/in)
Jürgen Martin Möller (Autor/in)
Möller, Jürgen Martin (Redaktion)
Hans-Jürgen Döscher (Sonstige/r Mitwirkende/r)
Horst Lermer (Kamera)
Regina Forstner (Cutter/in)
Datierung 09.11.1993
Länge 60'00"
Formate
Super VHS SW-Teile
Farbe SW-Teile
Ton
Kategorien GESELLSCHAFT UND SOZIALES, POLITIK UND MILITÄR
Schlagwörter
AVefi PID:
Filmportal ID:
Eintragdatum: 03.12.1993
Änderungsdatum: 27.05.1994