Wege der Tübinger Juden

Im Jahre 1933 lebten mehr als 100 jüdische Bürger in Tübingen. 14 von ihnen wurden in Vernichtungslagern umgebracht oder starben an den Folgen der Strapazen, die sie erleiden mussten. 90 konnten durch rechtzeitige Emigration ihr Leben retten. Heute leben nur noch wenige von ihnen. Sie haben ihre Kindheit in Tübingen verbracht und haben zunehmende Ausgrenzung und Isolation am eigenen Leib erfahren. Durch die nationalsozialistische Herrschaft haben sie oft ihre gesamte Familie verloren und waren gezwungen, sich in einem fremden Land eine neue Existenz auf niedrigerem Lebensniveau aufzubauen. Beim zweiten Besuch der ehemaligen Tübinger Juden auf Einladung ihrer alten Heimatstadt 1987 ergaben sich Kontakte zu Mitgliedern der Tübinger Geschichtswerkstatt, die daraufhin begonnen haben, sich intensiv mit diesem Teil der Stadtgeschichte auseinanderzusetzen. Die Kontakte sind in wechselseitigen Besuchen weiter gepflegt worden und haben sich zu Freundschaften fortentwickelt. Der Film will diesen Freundschaften nachgehen und die Dreharbeiten der Geschichtswerkstatt zu einem Videofilm über die Tübinger Juden begleiten.

Archivnummer MFG000336
weitere Titel:
Untertitel: Eine Spurensuche
Filmschaffende
Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. (Produktionsleitung)
Ulrike Baumgärtner (Sonstige Mitwirkung)
Andrea Hoffmann (Sonstige Mitwirkung)
Carsten Kauth (Sonstige Mitwirkung)
Andreas Kunze (Sonstige Mitwirkung)
Martin Ulmer (Sonstige Mitwirkung)
Johanna Niedermüller (Sprechstimme)
Andrejs Gramatins (Sprechstimme)
Datierung 2004
Länge 67'00"
Formate
VHS SW-Teile
Farbe SW-Teile
Ton
Kategorien Lokales, Gesellschaft und Soziales, Politik, Dokumentarfilm
Schlagwörter
AVefi PID:
Filmportal ID:
Eintragdatum: 15.03.2005
Änderungsdatum: 26.07.2025