Menschen und Straßen

Dokumentarische Satire über die Bahnhofstraße Zürich und die Jugendbewegung der achtziger Jahre. Die Metaphern der Kälte, das sogenannte "Packeis-Syndrom", zielen auf eine psychologische Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft, allgemeine Erstarrung, Vereisung der Gefühle und die Einengung zwischenmenschlicher Spielräume. / Autor Peter Krieg befragt Wissenschaftler wie den Züricher Psychologen Arno von Blarer und den Ökonomen Urs Haymoz; er unterhält sich mit Bankiers und Geschäftsleuten (wie den Schokoladenfabrikanten Sprüngli); er interviewt den Publizisten und Exmanager Hans A. Pestalozzi und Achmed von Wartburg, dessen DNC-Partei ("Das nächste Chaos") bei den Stadtratswahlen 7000 Stimmen bekam. Maler und Grafiker zeigen das Packeis-Syndrom, dessen Ausgangspunkt Krieg in der Bahnhofstraße Zürich findet. Auf eindrucksvolle Weise wird sinnfällig gemacht, welche Gefahren unsere Zivilisation heraufbeschwört, wenn keine Alternativen realisiert werden: "Verlust der Liebesfähigkeit", "praemortale Mumifizierung" und "Identitätsverlust bis zur totalen Gesichtslosigkeit".

Archivnummer HDF000837
weitere Titel:
Untertitel: Das Packeis Syndrom
Reihentitel: Menschen und Straßen
Filmschaffende
Peter Krieg (Autor/in)
Kultur (Redaktion)
Datierung 27.07.1982
Länge 45'00"
Formate
Super VHS Farbig
Farbe Farbig
Ton
Kategorien GESELLSCHAFT UND SOZIALES
Schlagwörter
AVefi PID:
Filmportal ID:
Eintragdatum: 16.01.1994
Änderungsdatum: 17.10.2001